
Leinen los! Unsere Frühlingsauszeit auf der AIDAbella – und warum Oslo im Mai eine verdammt gute Idee ist!
Hand aufs Herz: Gibt es ein besseres Gefühl, als den Koffer zu packen, das Auto Richtung Norden zu lenken und zu wissen, dass man sich die nächsten sieben Tage um absolut gar nichts kümmern muss? Kein Bettenmachen, kein Kochen, kein „Was essen wir heute Abend?“-Dilemma … einfach die Seele, Gedanken und den „Körper“ baumeln lassen.
Im Mai 2026 hieß es für uns: Tschüss Alltag, hallo Ost- und Nordsee!
Unsere Route? Von Kiel aus einmal die skandinavische Highlights-Palette hoch und runter: Kristiansand, ein dickes Overnight-Special in Oslo und zum krönenden Abschluss Kopenhagen. Und das Beste? Petrus muss ein Kreuzfahrt-Fan sein, denn das Wetter hat absolut mitgespielt.
Erster Stopp: Das charmante Kristiansand
Nach einem entspannten Seetag zum Ankommen (inklusive des obligatorischen ersten Kaffee an Deck mit Meeresbrise im Gesicht), erreichten wir das norwegische Kristiansand. Wir waren schon oft in Kristiansand. Wir mögen die Stadt sehr – besonders die leichte Art und Weise, wie die Menschen dort leben und arbeiten. Keiner wirkt und ist unfreundlich und gestresst. In der Mittagspause verbringen die Norweger die Pause am Yachthafen und/oder in den unzähligen Cafès und Restaurants in der Innenstadt.
Wer hier epische, dunkle Fjorde erwartet, wird überrascht: Kristiansand ist die pure skandinavische Gemütlichkeit. Weiße Holzhäuser, blühende Vorgärten und eine Ruhe, die man sofort einatmen möchte. Wir sind einfach durch die Altstadt Posebyen geschlendert. Der absolute Pluspunkt im Mai? Die Sonne wärmt schon richtig gut, aber die großen Touristenmassen schlafen gefühlt noch. Perfekt für uns, um die Akkus mal so richtig aufzuladen. Natürlich darf das Softeis im Fiskebrygga – eine ehemalige Fischanlegestelle mit Geschäften, Restaurants und einem Hafen.
Das Highlight: Oslo mit Übernachtung (Overnight-Glück!)
Wenn man mich fragt, was diese Reise besonders gemacht hat, dann war es definitiv der Stopp in Oslo. Und zwar nicht als „Hopp-on-Hopp-off-und-schnell-wieder-weg“-Besuch, sondern mit einer Übernachtung an Bord direkt im Hafen.
Das bedeutete: Kein Blick auf die Uhr, kein Stress, rechtzeitig zum Ablegen zurück sein zu müssen. Und wir lagen inmitten der Stadt mit Blick auf das Opernhaus.
Tag 1: Ein Besuch am spektakulären Opernhaus, wo man traditionell auf dem Dach herumklettert – danke an meine Waden für das Mini-Workout – und ein ausgiebiger Bummel durch das hypermoderne Viertel Aker Brygge. Shopping muss auch sein! Oslo kann man gut zu Fuß erkunden oder man steigt in einen der roten HopOn/Off Busse, die man den ganzen Tag nutzen kann. Alles wichtigen Ziele werden so bequem angesteuert. Wer es etwas schneller und exklusiver mag, mietet sich ein Uber. Diese sind in Oslo aber verhältnismäßig teuer.
Der Abend: Als die Tagestouristen weg waren, zeigte sich Oslo von seiner herrlich entspannten Seite. Ein kühles Getränk in der Abendsonne mit Blick aufs Wasser – unbezahlbar – oder zumindest fast, wir kennen ja alle die norwegischen Bierpreise… Hust. Aber hey, man gönnt sich ja sonst nichts! Kennt Ihr die kleinen schwimmenden Saunahäuschen, die im Fjord herumschippern … herrlich!
Tag 2: Nach einer ruhigen Nacht im schwimmenden Hotelbett ging es am nächsten Vormittag direkt weiter. Dank des fantastischen Wetters lag die Stadt im perfekten Frühlingslicht. Tschüss Oslo! Es gibt hier so viel zu sehen und zu entdecken … wir kommen gerne wieder.
Mein Fazit zu Oslo: Eine Stadt, die die perfekte Balance aus Natur und Großstadtflair schafft. Wir mögen Oslo. Die Menschen sind so entspannt und freundlich.

































Königliches Kopenhagen zum Finale
Bevor es wieder zurück nach Kiel ging, statteten wir dem dänischen König (na gut, eher der Stadt) einen Besuch ab. Kopenhagen empfing uns mit bestem dänischem Hygge-Gefühl.
Natürlich durfte die Klassiker nicht fehlen: Ein Spaziergang vorbei an den bunten Häusern in Nyhavn. Ja, hier ist man nie allein, aber bei blauem Himmel schmeckt das dänische Softeis mit Lakritzstreusel einfach doppelt so gut. Und was fehlt noch – genau, die „kleine Meerjungfrau“ ist wirklich klein daherkommt. Vor lauter Touristen kann man sie leicht übersehen. Aber nun gut – irgendwann klappt es dann auch mit dem Foto.
Kopenhagen versprüht einfach diese unaufgeregte, großartige Lebensfreude. Man schaut den Einheimischen zu, wie sie entspannt mit dem Fahrrad an einem vorbeidüsen, und ertappt sich bei dem Gedanken: „Eigentlich könnte ich auch hier einziehen.“
Zurück in Kiel: Wehmut und „Meerweh“
Am 23. Mai hatte uns Kiel wieder. Das Auschecken ist bekanntermaßen immer der härteste Teil der Reise – plötzlich muss man seine Spiegeleier morgens wieder selbst braten. Kennt Ihr dieses „ich möchte nicht von Bord gehen müssen“-Gefühl? Schlimm, oder? Natürlich ist ein wenig Traurigkeit immer dabei!
Was bleibt von dieser Woche? Jede Menge Sonne im Gesicht, der Kopf voller skandinavischer Impressionen, ein paar Schritte mehr auf dem Fitness-Tracker, mehrere Tüten „Bamsemums“ und das tiefe Bedürfnis, direkt die nächste Kreuzfahrt zu planen. Einmal Kreuzfahrt – immer Kreuzfahrt!
Die AIDAbella war ein großartiges Zuhause auf Zeit mit dieser wunderbar familiären Atmosphäre, die man einfach liebt. Tolle Mitarbeiter, tolles Entertainment-Programm, tolles Essen und tolle Getränke. Also – ALLES TOLL! Zumal die „AIDA-Evolution“ mit den ganzen Neuerungen sehr gut gelungen sind.
Warst du auch schon mal im Frühjahr im Norden unterwegs? Welcher ist dein Lieblingsstopp in Skandinavien? Schreib es mir unbedingt in die Kommentare! Und wenn Ihr noch Inspirationen benötigt oder eine Kreuzfahrt planen möchtet – ich lege Euch gerne unseren Ratgeber „Kreuzfahrt clever geplant“* ans Herz!
Bis zum nächsten Ablegemanöver
Euer Mattis
